Sie sind hier: Der Forderungseinzug

Der Forderungseinzug

Die MIG Münsterland Inkasso GmbH versteht sich als Ihr Interessenvertreter, aber auch als Vermittler zwischen Gläubiger und Schuldner. Wir stimmen mit Ihnen eine individuelle Vorgehensweise bei der Bearbeitung Ihrer Forderung ab. Wir zeigen dem Schuldner Wege auf, wie er seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. In der überwiegenden Zahl der Fälle erhalten wir Ihr Geld in der dem Schuldner vorgegebenen Frist, ohne dass die Gerichte bemüht werden müssen. Im nachgerichtlichen Inkassoverfahren zeichnen wir uns durch eine langfristige beharrliche Mahnbearbeitung aus. Wir erteilen unseren Auftraggebern in regelmäßigen Abständen einen Sachstandsbericht.

Die uns zum Einzug übergebenen Forderungen werden von uns im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland geltend gemacht.

Einzug der Forderung im vorgerichtlichen Inkassoverfahren:

Im vorgerichtlichen Inkassoverfahren bearbeiten wir den Einzug von fälligen Forderungen aufgrund eines Zahlungsverzuges Ihres Kunden. Zahlungsverzug liegt vor, wenn Sie Ihren Kunden erfolglos gemahnt haben, oder wenn Sie zur Zahlung einen Termin nach dem Kalender bestimmt haben. Grundsätzlich gerät der Schuldner einer Geldforderung automatisch nach 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung in Verzug. Wir erachten es als sinnvoll, den Schuldner auch in diesen Fällen nochmals ausdrücklich auf die Konsequenzen des Verzuges aufmerksam zu machen, bevor Sie den Vorgang an uns abgeben. Mittels Bonitätsprüfung des Schuldners können wir bereits bei Auftragsannahme das Inkassoverfahren auf den einzelnen Schuldner gezielt abstimmen und so zum Erfolg führen oder sinnlose Maßnahmen unterlassen.

Im vorgerichtlichen Mahnverfahren fordern wir die Schuldner auf, die geltend gemachte Forderung binnen einer Frist von zehn Tagen zu begleichen oder sich in irgend einer Form zu äußern. Beide Parteien haben in dieser Zeit die Möglichkeit, das Verfahren (relativ) kostengünstig zu erledigen.
Gehen Einwendungen des Schuldners ein, unterrichten wir unseren Auftraggeber und geben gegebenenfalls seine Antwort unter Nennung einer Nachfrist an den Schuldner weiter. Sind die Gegensätze zu groß, werden wir unserem Auftraggeber bereits mit der Nachricht über die Einwendungen des Schuldners die für die weitere Verfolgung sinnvollen Wege aufzeigen.
Wir nutzen diese Zeit auch, evtl. fehlende Angaben zur Person oder Firma des Schuldners zu ermitteln und lassen prüfen, ob ein Eintrag im Schuldnerverzeichnis des zuständigen Amtsgerichts besteht.

Mit jeder Inkassomahnung wird dem Schuldner eine Erklärung übersandt, mit welcher er die Forderung anerkennen kann und uns ein Ratenzahlungsangebot unterbreiten kann. Darüber hinaus kann die Forderung in Abstimmung mit unseren Auftraggebern bei Anerkenntnis gestundet werden. Hierdurch wird in einer großen Zahl von Fällen die Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens nicht mehr nötig. Bevor wir das gerichtliche Mahnverfahren durchführen, holen wir über den Schuldner eine Bonitätsauskunft ein, um zu prüfen, ob Negativmerkmale wie Abgabe der EV, fruchtlose Pfändung, Insolvenz vorliegen. Dann entscheiden wir in Abstimmung mit unseren Auftraggebern, ob eine gerichtliche Titulierung sinnvoll ist, oder aus wirtschaftlichen Gründen davon abzuraten ist. Wir wollen, dass Sie zu einem Ausgleich Ihrer Forderung kommen und nicht, dass sie unnötig mit weiteren Kosten belastet werden. 

Nachgerichtliches Inkasso: Einzug und langfristige Überwachung von ausgeklagten bzw. titulierten Forderungen:

Im nachgerichtlichen Inkassoverfahren bearbeiten wir den Einzug von ausgeklagten und titulierten Forderungen. Hierzu zählen Forderungen aus Urteilen, Vollstreckungsbescheiden, oder notariellen Schuldanerkenntnissen. Insbesondere die Auswahl geeigneter Vollstreckungsmethoden, die Beobachtung der Zahlungsfähigkeit des Schuldners und die persönliche Ansprache des Schuldners zeichnen uns hier aus.

Gerichtliches Mahnverfahren

Leistet der Schuldner bis zu dem von uns genannten Termin keine Zahlung und äußert er sich nicht zu dem Anspruch, leiten wir das gerichtliche Mahnverfahren ein, sofern dies nach den im vorgerichtlichen Verfahren getroffenen Feststellungen angebracht ist. Das gerichtliche Mahnverfahren wird i. d. R. durch unsere Vertragsanwälte zügig und effizient durchgeführt. Kosten hierfür sind vom Schuldner und nicht vom Auftraggeber zu zahlen.

Das gerichtliche Mahnverfahren ist in der Zivilprozessordnung (ZPO) in den §§ 688 bis 703d geregelt und soll dem Gläubiger helfen, verhältnismäßig rasch zu seinem Geld oder zumindest zu einem Vollstreckungstitel zu kommen. Es besteht im Wesentlichen aus den Anträgen auf Erlass des Mahnbescheides und auf Erlass des Vollstreckungsbescheides.

Widerspruch und Einspruch

Legt der Schuldner (der Antragsgegner) gegen den Mahnbescheid Widerspruch ein, so erhält unser Auftraggeber hierüber Nachricht mit der Bitte zu erklären, ob der Rechtsstreit durchgeführt werden soll.

Bei Streitigkeiten unter 5000 € und in Mietsachen ist das Amtsgericht zuständig, vor dem Sie sich auch selbst vertreten könnten. Ist der Streitwert höher, Mietsachen ausgenommen, ist das Landgericht, evtl. die Kammer für Handelssachen zuständig. Vor den Landgerichten besteht grundsätzlicher Anwaltszwang.
Im Falle des Einspruches gegen den Vollstreckungsbescheid, wird das Mahnverfahren von Amts wegen in das streitige Verfahren übergeleitet. Auch hier erhalten Sie von uns entsprechende Nachricht und müssen sich sofort entscheiden, ob der Rechtsstreit fortgesetzt oder die Klage zurückgenommen werden soll.

Einstellung und Überwachung

Das erfolglose Ende eines Verfahrens ist trotz größter Sorgfalt nicht auszuschließen, so dass die Bearbeitung ganz oder einstweilen einzustellen ist. Über dieses Ergebnis berichten wir unserem Auftraggeber und schließen, nach Eingang der Kosten, unsere Akte.

Einige Umstände können auch dazu führen, dass die Vollstreckung vorübergehend einzustellen ist. Wir berichten dann unserem Auftraggeber und nehmen, nach Eingang der Kosten, die Akte in Überwachung. Überwachung heißt, die Akte bleibt in unserem aktuellen Datenbestand. Die Ergebnisse dieser Akte und die Erkenntnisse aus möglichen Neuaufträgen gegen den gleichen Schuldner werden verglichen. Ergeben sich keine erfolgversprechenden Vollstreckungsmöglichkeiten, erfolgt die Wiederaufnahme der aktiven Betreibung frühestens drei Jahre nach dem Tag, an dem der Schuldner die eidesstattliche Versicherung zur Vermögensoffenbarung abgegeben hat und nach Abstimmung mit unserem Auftraggeber. Für die Überwachung fallen keine zusätzlichen Kosten an.


Impressum Kontakt Anfahrt AGB